Gelähmter Wiener kann wieder gehen

www.orf.at, Wien, Gesundheit

Gelähmter Wiener kann wieder gehen

Der Wiener Freddy Ledermüller hat nach einem schweren Arbeitsunfall die Diagnose Querschnittslähmung erhalten. Ein Kran stürzte um und traf ihn. Wie durch ein Wunder überlebte er und kann heute wieder gehen.

Im März 2011 kommt es zu dem dramatischen Unfall. Bei einer Baumontage in Vösendorf fällt ein tonnenschwerer Kran um und trifft den Techniker aus Wien. Mit dem Rettungshubschrauber wird Ledermüller in die Klinik Donaustadt gebracht. Wie durch ein Wunder überlebt er den schweren Arbeitsunfall. „Die erste Diagnose war Querschnittslähmung. Es war kein Gefühl in den Beinen da und ich konnte sie auch nicht bewegen. Mit der Zeit wird einem bewusst: Gehen wird’s nicht mehr geben, der Rollstuhl wird’s werden.“

Lange Therapie
Die Zeit nach dem Spital bringt ungeahnte Fortschritte. „Das war von einem Tag auf den anderen, wo mich die AUVA so schnell wie möglich abgeholt hat aus dem Krankenhaus. Am Montag habe ich den Reha-Antrag ausgefüllt und am Dienstag war ich am Weißen Hof.“ Im Therapiezentrum der Allgemeinen Unfallversicherung (AUVA) arbeitet er das Geschehene auf. „Erst dann versteht man den Unfall und den Krankenhausaufenthalt und erst dann beginnt man wieder Hoffnung zu schöpfen.“

Bei der Therapie wird er gefordert: „Man ist fertig mit Schwimmen, dann kommt schon die nächste Therapie: Radfahren, Fitnesskammer. Man wird immer auf Trab gehalten und das hilft einem so weiter. Es sind immer kleine Schritte und das Personal erkennt diese Schritte und fördert das dann.“ Er kann viele körperliche Einschränkungen in den Griff bekommen. „So schafft man es, dass man von einer Querschnittslähmung zu einer inkompletten Querschnittslähmung kommt. Es ist viel Glück dabei, aber wenn ich die Physiotherapie nicht gehabt hätte, wäre es heute nicht so, wie es ist.“

Kraft aus der Familie
Der Wiener ist heute Qualitätstechniker bei einem Unternehmen in Floridsdorf. Die AUVA hat ihn auch bei Behördenwegen unterstützt. Der Techniker hat die HTL-Matura nachgeholt und sich weitergebildet. Die AUVA verlieh ihm am Mittwoch den „Back to life“-Preis. Seine Auszeichnung soll auch Ansporn für andere sein.

In der Ostregion versorgt die AUVA nach ähnlichen Arbeitsunfällen mit Reha pro Jahr über 220 Personen: „Die aus der Perspektive Querschnitt den Rollstuhl nicht akzeptieren und sich mit der medizinischen und sozialen Rehabilitation zurückkämpfen und eine berufliche Perspektive finden“, sagt Reinhard Minixhofer, Direktor in der AUVA-Landesstelle Wien, Niederösterreich und Burgenland.

Für seinen Weg musste Ledermüller – neben Höchstleistungen in Medizin, Pflege und Therapie – auch persönlichen Mut und Disziplin aufbringen. Große Unterstützung und Kraft kommt von seiner Frau und der gemeinsamen Tochter. „Den Stand muss man auch aufrechterhalten, da hilft die Familie sehr viel mit. Auch wenn ich jetzt gehe, kann ich viele Dinge im Alltag nicht tun, da muss die Familie mithelfen. Meine Frau unterstützt mich da körperlich und mental.“

red, wien.ORF.at

Quelle: https://wien.orf.at/stories/3189967/ mit Stand vom 12.01.2023 um 08:34 Uhr

„Orange The World“ – AUVA setzt Zeichen gegen Gewalt an Frauen

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„Orange The World“ – AUVA setzt Zeichen gegen Gewalt an Frauen

Mit der weltweiten UN-Kampagne „Orange The World“ wird von 25. November bis 10. Dezember das Thema Gewalt an Frauen ins Bewusstsein gerückt. Die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) als Trägerin von Unfallkrankenhäusern sowie Rehabilitationszentren unterstützt die Kampagne und macht zu deren Auftakt auf die wichtige Rolle von Gesundheitspersonal aufmerksam.

Gewalt hat viele Formen und Gesichter: Weltweit ist jede dritte Frau von Gewalt betroffen – in Österreich erfährt jede fünfte Frau ab ihrem 15. Lebensjahr psychische, physische und/oder sexuelle Gewalt. Die AUVA legt den Fokus daher gezielt auf diese – nach wie vor häufigste – Menschenrechtsverletzung.

„Als Zeichen der Solidarität mit diesem wichtigen Anliegen sorgen wir für die Sichtbarkeit der Kampagne, denn für Gewalt an Frauen gibt es keine Toleranz“, so Mag. Jan Pazourek, Generaldirektor-Stv. der AUVA.

Die Teilnahme an der Kampagne soll darauf aufmerksam machen, dass Krankenhäuser eine wichtige Rolle spielen. Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegepersonen sind in vielen Fällen die Einzigen, die Auswirkungen von Gewalt in Form von Verletzungen erkennen können.

Hinschauen statt wegschauen
Meist ist es für Gesundheitspersonal nicht auf den ersten Blick erkennbar, ob eine Verletzung Folge von Gewalt ist oder nicht. „Gut geschultes und sensibilisiertes Personal nimmt dabei eine Schlüsselrolle ein“, schildert Frau Dr. Irene Tambornino, Ärztliche Direktor-Stellvertreterin der AUVA. Denn das Ansprechen eines Gewaltverdachtes erfordert Einfühlungsvermögen und einen sensiblen Umgang mit den Betroffenen. „Dabei legen wir großen Wert darauf, dass unsere Mitarbeitenden bewusst hinschauen, gewaltbedingte Verletzungen erkennen und verantwortungsvoll handeln – und das nicht nur im Kampagnenzeitraum.“

Dafür arbeitet die AUVA mit Gewaltschutzeinrichtungen in den Ländern und Opferschutzgruppen anderer Träger zusammen, um Betroffenen nach medizinischer Versorgung weitere psychosoziale und rechtliche Unterstützung anbieten zu können.

„Neben der hohen Bedeutung des Engagements jedes Einzelnen ist es auch ein Ziel der AUVA, eine Führungsrolle in Österreich bei der Umsetzung derartiger Konzepte zu übernehmen, zur Enttabuisierung des Themas beizutragen und unser Wissen im Sinne unserer Vorbildfunktion auch an andere Einrichtungen weiterzugeben“, so Dr. Roland Frank, Ärztlicher Direktor der AUVA.

Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen
Die UN-Kampagne läuft parallel zu den Bestrebungen der medizinischen Direktion der AUVA, der Gesellschaft der Gutachterärztinnen und -ärzte sowie der österreichischen Bundesregierung, häusliche Gewalt zu bekämpfen. „Bei der Bekämpfung häuslicher Gewalt kommt es insbesondere darauf an, bei der Erstellung von Befunden so sorgfältig wie möglich zu arbeiten, Verletzungen bestmöglich zu beschreiben sowie zu dokumentieren und sich nicht mit unglaubwürdigen Ausreden über den vermeintlichen Unfallhergang der Verletzungen bei Frauen zufrieden zu geben“, so der Ärztliche Direktor. Damit wird das Ziel verfolgt, dass eine Krankengeschichte im Bedarfsfall als Beweis für häusliche Gewalt gegen eine Frau herangezogen werden kann.

Weitere Informationen
orangetheworld.at
Frauenhelpline gegen Gewalt, Tel.: 0800 222 555

Quelle: https://www.auva.at/cdscontent/?contentid=10007.889282&portal=auvaportal mit Stand 28.11.2022 um 12:25 Uhr

„Meidling wächst jetzt um 6.000 Quadratmeter“

www.meinbezirk.at, Politik, Freitag, 09. September 2022

Neue Bezirksgrenzen
Meidling wächst jetzt um 6.000 Quadratmeter

Das Meidlinger Unfallkrankenhaus erweitert sein Angebot. Dafür benötigt man Platz. Favoriten überließ dem Zwölften 6.000 Quadratmeter, das ist beinahe so groß wie ein Fußballfeld.

WIEN/FAVORITEN/MEIDLING. Bis Ende diesen Jahres wird es amtlich: Meidling wächst auf Kosten des Nachbarbezirks Favoriten um rund 6.000 Quadratmeter. Das ist etwas weniger als ein Fußballfeld. Die „Erweiterung“ erfolgt auf dem Gelände der AUVA (Allgemeine Unfall Versicherungsanstalt).

Auch wenn sich das sehr kompliziert anhört: Die Bewohnerinnen und Bewohner betrifft diese Änderung nicht. Das gesamte betroffene Gebiet befindet sich auf dem Bereich des Meidlinger Unfallkrankenhauses.

Platz fürs Rehab-Zentrum
Die Weichen für die Änderung wurde bereits im Mai gestellt, als die Favoritner Bezirksvertretung die Übergabe beschlossen hat. Diesen Sommer zog die Meidlinger Bezirksvertretung nach.

„Es ist nötig, dass das Traumazentrum eine einzige Adresse hat, damit es keine Verwirrungen gibt“, erklärt Michael Mader von der Magistratsabteilung Wien zu Wien heute. Aber nicht nur das bereits fertig gestellte Traumazentrum ist der Grund der Grundstück-Übergabe, sondern auch die Übersiedlung des „Weißen Hofs“ nach Meidling.

Das Rehab-Zentrum der AUVA wird in den nächsten Jahren in Meidling aufgebaut. Geplant ist, dass es bereits 2027 in seinen Vollbetrieb geht. Die Dependance in der Brigittenau, das Lorenz Böhler Krankenhaus, ist davon nicht betroffen.

36 Grenzverschiebungen in Wien
In den jüngsten 30 Jahren gab es bereits zweimal eine Grenzverschiebung zwischen Meidling und Favoriten: in der Eibesbrunnergasse und im Bereich Frachtenbahnhof Matzleinsdorf. In ganz Wien gab es 36 Grenzänderungen in den Bezirken seit 1954.

Änderungen müssen vorerst von den jeweiligen Bezirken genehmigt werden. Nach der administrativen Behandlung in der Landesregierung wird der Gesetzesentwurf für vier Wochen veröffentlicht.

Quelle: https://www.meinbezirk.at/meidling/c-politik/meidling-waechst-jetzt-um-6000-quadratmeter_a5574994,
Stand 09.09.2022, 15:19 Uhr

Datenschutzbehörde prüft bei der AUVA

Anlass für diese Maßnahme der Internen Revision war, dass im Sommer 2020 in der Verwaltungsratssitzung beschlossene – und später wieder verworfene – Übersiedlungspläne ins Haus der Wiener Kaufmannschaft öffentlich bekannt geworden waren. Konkret hatten im August 2020 die „Kronen Zeitung“ und das Onlinemagazin Zackzack vom Beschluss des Verwaltungsrates berichtet, vom Stammsitz in der Brigittenau in das Haus der Wiener Kaufmannschaft auf dem Schwarzenbergplatz zu übersiedeln.

Dieses gehört der Wirtschaftskammer Wien – weshalb die SPÖ damals gegen ein millionenschweres Sponsoring für die vom ÖVP-Wirtschaftsbund dominierte Kammer mobilisierte. Im November wurde der Plan denn auch abgeblasen, die AUVA übersiedelte temporär in die Twin Towers am Wienerberg.

Zentralbetriebsrat sieht interne Regeln verletzt
In der AUVA machte man sich auf die Suche nach Whistleblowern. Die Abteilung Corporate Governance (CG) ordnete die Auswertungen der E-Mails hinsichtlich der „VR-Protokolle“ an, E-Mails im Zeitraum zwischen 30. Juli (Sitzung) und 15. August (Veröffentlichung) sollten gescannt werden.

Laut dem Zentralbetriebsratsvorsitzenden Erik Lenz – der dies auch in einem Schreiben an den Verwaltungsrat beklagte – wurden die internen Vereinbarungen für diese Aktion allerdings zeitlich und inhaltlich gesprengt. Laut Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) darf Einsicht in Mitarbeiter-Mails nur nach strengen Regeln (genaue Abgrenzung und Offenlegung im Vorhinein, gute Dokumentation) erfolgen.

Ein Gutachten der GPA – von Lenz eingeholt – kam jedoch zum Schluss, dass offenbar nicht nur die Mails des relevanten Personenkreises weniger Personen, sondern aller 6.000 Mitarbeiter gescannt worden seien. „Eine pauschale Kontrolle aller rund 6.000 Mitarbeiter·innen, um das Verschwinden eines Protokolls bzw. die vermeintliche Übermittlung des Protokolls an eine Internetplattform aufzudecken, wird eindeutig dem Zweck der Datenminimierung widersprechen“, stellte die GPA fest.

AUVA: Mail-Einschau erfolgte in Abstimmung
AUVA-Generaldirektor Alexander Bernart verwies in einer Stellungnahme gegenüber „Dossier“ auf die Zuständigkeit der Internen Revision: „Nachdem ein falsches Wortprotokoll (unvollständig, unrichtig und mit abgewandelten Zitierungen) den Weg in ein Medium fand, wurde die Abteilung Corporate Governance (Interne Revision) offiziell mit einer Einschau beauftragt“, schrieb er.

Und: „Diese Einschau, deren Umfang in der Eigenständigkeit der Internen Revision liegt, erfolgte in Abstimmung und mit Zustimmung mehrerer Abteilungen, insbesondere jedoch mit der Belegschaftsvertretung, dem Datenschutzkoordinator und der Rechtsabteilung.“

Sollte die Datenschutzbehörde eine Verletzung der DSGVO feststellen, könnte sie gegen die AUVA, eine Körperschaft öffentlichen Rechts, allerdings keine Geldbuße verhängen – weil Behörden und öffentliche Stellen von dieser Sanktion ausgenommen sind. Aber die Mitarbeiter und alle Personen, denen durch eine widerrechtliche E-Mail-Einsicht (immaterieller) Schaden entstand, könnten die AUVA auf Schadenersatz klagen.
(Information gesehen auf orf.at, 07.04.2022)

Weitere Links zum Thema: Datenschutzbehörde prüft AUVA
|| DOSSIER – Maulwurfjagd mit Folgen: Datenschutzbehörde prüft Unfallversicherung
|| Wurden AUVA-Mitarbeiter*innen bespitzelt? – Ö1 Mittagsjournal 07.04. – ORF-Radiothek

Übersiedlung der HS und LW

Liebe Kolleginnen & Liebe Kollegen,

zu unserem Bericht über die geplante Übersiedlung der Hauptstelle und Landestelle Wien, in ein Haus der Wiener Kaufmannschaft, gab es viel Resonanz von eurer Seite.
Eurem Wunsch Informationen über Entwicklungen in unserer AUVA zu erhalten kommen wir gerne nach.
Nachfolgend ein Artikel bezüglich der geplanten Übersiedlung, ein Vorhaben das immer mehr Fragen aufwirft und mittlerweile bereits zu einer Anfrage an das Gesundheitsministerium geführt hat.
Auf Nachfrage können wir bestätigen, dass die im Artikel erwähnte Pressekonferenz heute um 9.30 Uhr stattfinden wird.

Rudolf Silvan, SPÖ Nationalratsabgeordneter und ehemaliger Vorsitzender der Landestelle Wien, lädt zu dieser Pressekonferenz mit dem Titel: „Schleichende Zerschlagung der AUVA“

Eure Betriebsräte


|| Causa AUVA: Erzwungener Umzug in Bruchbude?
|| Einladung Presse

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